Ein Haus zu bauen ist wohl eines der bedeutendsten Vorhaben im Leben eines Menschen. Dabei stellt dieses Unterfangen auch die größte Ausgabe dar, welche die meisten in ihrem Leben tätigen werden.

Doch genau an diesem Punkt treten oft erhebliche Probleme auf. Schnell kann es einem Bauherren geschehen, dass das von ihm veranschlagte Kapital nicht ausreicht, um alle anfallenden Kosten zu decken.

Hier ist der Weg in eine finanzielle Misere dann vorgezeichnet, sodass am Ende einzig ein gewaltiger Berg an Schulden auf den Schultern lastet.

Um dies zu verhindern ist es unumgänglich, eine genaue Kostenaufstellung durchzuführen. Sie müssen wissen, wie viel Sie für einen bestimmten Posten ausgeben. Nur dann können Sie exakt eruieren, ob das von Ihnen angesetzte Budget für Ihr Vorhaben auch ausreichend ist.

Nur wenn Sie sich einen genauen Überblick verschaffen, können Sie bösen Überraschungen vorbeugen und verhindern somit den Verlust Ihres hart erarbeiteten Vermögens.

Kosten vor dem Hausbau

Ein Hausbau kostet sehr viel Geld. Doch begehen leider viele zukünftige Bauherren den Fehler und berechnen die im Vorfeld sowie im Nachhinein anfallenden Kosten für das Objekt nicht mit ein.

Schließlich können Sie nicht einfach auf eine Wiese gehen und verkünden: „Hier errichte ich mein Traumhaus!“ Noch lange vor dem Bau benötigen Sie das entsprechende Grundstück, auf welchem Ihr späteres Eigenheim seinen Platz finden soll.

Bereits zu diesem Zeitpunkt fallen die ersten Kosten an, denn schließlich müssen Sie das Grundstück nicht nur erwerben, sondern auch die Grunderwerbsteuer bezahlen.

Bedenken Sie aber, dass es damit nicht getan ist. Die Fläche muss im ungünstigsten Fall nun noch von Ihnen erschlossen werden, was bedeutet, dass Sie sowohl für die Verlegung der Wasser- und Abwasserleitungen, als auch für den Anschluss an das Stromnetz aufkommen müssen. Zudem stehen noch die Notargebühren für den Eintrag in das Grundbuch aus.

Beachten Sie außerdem, dass das von Ihnen gewünschte Heim erst noch durch einen Architekten geplant werden muss. Letztlich sollten Sie alle notwendigen Versicherungen schon im Vorfeld abschließen, bevor Sie durch einen eventuellen Unfall oder Schaden, welchen Sie ohne Absicherung aus eigener Tasche bezahlen müssen, in eine prekäre finanzielle Situation geraten.

Kosten während der Bauphase

Gerade in der Bauphase werden viele Fehler gemacht. So ist es nicht verwunderlich, dass sehr viele Eigenheime als unvollendete Baustelle ihr Dasein fristen. An solchen Bauvorhaben ist deutlich zu sehen, dass keine konsequente Kostenaufstellung durchgeführt wurde.

In der Regel verhält es sich dabei so, dass entweder die eigenen finanziellen Mittel bei weitem überschätzt oder die Kosten als nicht annähernd so hoch wie in der Realität angesehen wurden.

Dabei müssen Sie stets damit rechnen, dass unvorhersehbare Umstände eintreten, durch welche sich die Ausgaben für Ihr Vorhaben noch weiter steigern könnten. In erster Linie sollten Sie sich daher von allen Firmen detaillierte Kostenvoranschläge ausstellen lassen, welche alle Positionen umfassen.

Achten Sie aber auch während der Bauphase stets darauf, dass sich Ihre Aufwendungen in Grenzen halten und diese nicht in astronomische Höhen ansteigen.

Wenn Ihnen von einer Firma etwa mitgeteilt wird, dass weitere Geldmittel erforderlich sind, dann fragen Sie genau nach, worum es bei diesen Ausgaben geht. Sollten Sie sich hier nicht sicher sein, dann lassen Sie sich in jedem Fall durch einen Fachmann beraten, bevor Sie eventuell Geld verschwenden, welches an anderer Stelle dringend benötigt wird.

Kosten nach dem Bau

Nach Fertigstellung Ihres Eigenheims werden Sie sich den unvermeidlichen Zahlungsverpflichtungen nicht entziehen können. Auch ein gebautes Haus kostet weiterhin Geld.

So müssen Sie natürlich den Brennstoff für Ihre Heizungsanlage bezahlen. Hinzu kommen die Gebühren für Wasser, Abwasser und die Belieferung durch den Stromanbieter.
Bedenken Sie zudem, dass auch Ihr Müll entsorgt werden muss und dass einmal jährlich die Grundsteuern anfallen. Auch diese Ausgaben gilt es, in der anfänglichen Planung zu kalkulieren.

In keinem Fall dürfen Sie vergessen, dass nun von Ihnen auf Jahre hinaus monatlich eine Rate an die Bank zu entrichten ist, mit welcher Sie den von Ihnen aufgenommenen Kredit tilgen.

All dies zusammen kann zu erheblichen Belastungen führen, sodass Sie sich fragen sollten, ob Ihr Einkommen tatsächlich genügt, um all diese Lasten zu schultern.

Ich kann Ihnen daher nur eindringlich den Rat geben, dass Sie Ihre Kostenaufstellung so genau wie möglich durchführen.

Überlassen Sie dabei nichts dem Zufall und wenden Sie sich an einen kompetenten Berater, wenn Sie etwas nicht vollständig verstehen. Es ist Ihr hart verdientes Geld und Sie sollten es nicht aufs Spiel setzen.