Viele Hausbesitzer führen nach einigen Jahren eine Haussanierung durch. Dies kann aus unterschiedlichen Gründen geschehen: das Eigenheim soll für die Zukunft gerüstet und energiesparend saniert werden oder ist schlichtweg in die Jahre gekommen und muss deshalb erneuert werden.

Bei der Haussanierung werden aber immer wieder gravierende Fehler gemacht. Fehler, die im Nachhinein zu enormen Kosten führen können. Was bei einer ohnehin kostspieligen Sanierung natürlich doppelt ärgerlich ist.

Experten gehen davon aus, dass etwa zwei Drittel aller auftretenden Schäden am Haus auf mangelhafte Sanierungsarbeiten zurückzuführen sind!

Die 5 häufigsten Fehler bei der Haussanierung habe ich Ihnen in diesem Artikel zusammengefasst.

Vermeiden Sie diese Fehler, planen Sie Ihre Sanierung genau und sprechen Sie den Verlauf der Arbeiten mit den Firmen so gut wie möglich ab. Das kann Ihnen eine Menge Geld und Ärger ersparen.

Fehler #1: Keine Sanierung vornehmen

Keine Sanierung vorzunehmen ist auch keine Lösung und die Energiebilanz des Hauses wird dadurch sicherlich nicht verbessert. Ein großer Fehler ist es, die Zukunft nicht zu beachten und auf eine energiesparende Sanierung zu verzichten.

Wird die Sanierung energiesparend durchgeführt, so kann in den kalten Wintermonaten extrem viel an Heizkosten gespart werden. Über die Jahre entstehen so hohe Ersparnisse. Außerdem können durch eine gute, energiesparende Sanierung im Sommer kühlere Räume genossen werden, da weder Wärme nach außen noch Hitze nach innen dringt. So lässt sich der Wohnkomfort nachhaltig steigern, wodurch auch die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden erhöht wird.

Wichtig bei einer gut durchdachten Sanierung ist ebenfalls, dass Heizungen, die mehr als 20 Jahre in Betrieb sind, möglichst zeitnah durch neuere, energieeffiziente Heizanlagen ausgetauscht werden.

Fehler #2: Schritt-für-Schritt-Sanierung

Bei vielen Dingen, so auch bei der Sanierung des Eigenheimes, gilt das Motto „Wenn schon, denn schon“. Aus diesem Grund sollte unbedingt auf eine schrittweise Sanierung des Hauses verzichtet werden und direkt alle nötigen Sanierungsarbeiten angegangen und abgeschlossen werden.

Wenn beispielsweise die Fassade mit einer neuen Wärmedämmung ausgestattet wird, die Fenster jedoch nicht erneuert werden, dann ist die Dämmung wenig sinnvoll. So wird zwar bei den Kosten für die Fenster gespart, jedoch auf Kosten der Wärmedämmung..

Als Faustregel gilt: Sind die Fenster älter als 25 Jahre, so sollte ein baldiger Austausch derselben erfolgen, es lohnt sich!

Fehler #3: Die falschen Firmen beauftragen

Viele Unternehmen, die Sanierungen angeblich professionell durchführen, deklarieren sich selbst als Sanierungsprofis, ohne jedoch eine passende Ausbildung genossen zu haben. Besonders wichtig ist es somit, darauf zu achten, dass der Sanierer eine passende Ausbildung absolviert hat.

Im Zweifelsfall sollte unbedingt nachgefragt, beziehungsweise nach Zertifizierungen oder Ähnlichem verlangt werden. Außerdem sollte der beauftragte Sanierer über ausreichend Praxiserfahrung verfügen. Da es ständig Neuerungen gibt, ist es ebenso wichtig, dass sich der Sanierer regelmäßig fortbildet, um neu erworbenes Wissen zuverlässig anwenden zu können.

Empfehlenswert ist es, sich nach weiteren Meinungen im Freundes- oder Bekanntenkreis umzuhören – dies sind oft die besten Empfehlungen. Am Ende des Tages ist es wichtig, dem Sanierer vertrauen zu können, um während der Sanierungsarbeiten beruhigt zu schlafen.

Fehler #4: Sich hohe Fördergelder entgehen lassen

Dieser Fehler wird leider sehr oft begangen. Die Modernisierung des Hauses ist kostspielig, jedoch existieren viele Förderungen, die den eigenen Geldbeutel entscheidend entlasten können.

Die Laien auf dem Gebiet der Sanierung fühlen sich leicht vom Aufwand der Planung etc. überfordert und verzichten darauf, sich rechtzeitig um eine Förderung zu kümmern, auch weil es als lästig empfunden wird, sich durch den Förderungsdschungel zu schlagen. Dies ist jedoch äußerst lohnenswert und kann viel Geld sparen.

Fördergelder für die energieeffiziente Sanierung von Eigenheimen können bis zu mehreren Hundert Euro betragen. Empfehlenswert ist es aus diesem Grund, sich einen Energieberater zu suchen, der sich fachmännisch um die Beantragung der Fördergelder kümmert, denn das lohnt sich.

Fehler #5: Es wird an falscher Stelle gespart

Für eine komplette, zukunftstüchtige und sinnvolle Sanierung gilt das Motto „Wenn schon, denn schon“. Der Sparfuchs sollte dementsprechend nicht zu stark zum Vorschein kommen, da oft Kosten dort gespart werden, wo lieber investiert werden sollte.

Viele Haussanierer sparen an der Dämmung – sie sollte dick genug sein, um ihren Zweck zu erfüllen. Logischerweise ist zu dünnes Dämmen nicht zweckgemäß und bringt auf lange Sicht keine Ersparnisse. Das Gleiche gilt ebenso für die Fenster, die auch eine gewisse Dicke haben sollten, um optimal zu isolieren.

Fazit:

Sanierungen sind notwendig. Damit muss jeder Hausbesitzer früher oder später rechnen. Aber das muss Ihnen kein Kopfzerbrechen bereiten, wenn Sie diese 5 Fehler bei der Sanierung vermeiden.

Noch ein abschließender Rat: Legen Sie für Sanierungsarbeiten unbedingt regelmäßig Geld auf die Seite.

Viele unterschätzen die Kosten. Und wenn dann „plötzlich“ eine Sanierung fällig wird, reichen die finanziellen Mittel nicht. Meistens bleibt dann nur der Weg zur Bank, um den Hauskredit aufzustocken.

Ein sinnvolles Finanzierungskonzept beinhaltet auch Rücklagen für spätere Sanierungen. Planen Sie diese Kosten am besten jetzt schon ein. Dann ersparen Sie sich später eine Menge Ärger.