Der Bau eines Hauses wird in verschiedenen Phasen durchgeführt. Wenn Sie kurz vor Baubeginn stehen und wissen möchten, welche Schritte auf Sie zukommen, finden Sie in diesem Artikel einen klaren Überblick.

Ich habe die fünf Bauphasen beim Hausbau zusammengefasst, die nach der Planung und Organisation der Baustelle, sowie der Aushebung der Baugrube auf Sie zukommen werden, bevor Ihr Eigenheim bezugsfertig ist.

Phase 1: Das Fundament

Der wichtigste Schritt auf dem Weg zum eigenen Haus ist ein stabiles Fundament. Die Bauweise, die dabei am häufigsten gewählt wird, ist das sogenannte Streifenfundament. Bei der Wahl des richtigen Fundaments können Sie sich zwischen zwei Varianten entscheiden: dem Einzelfundament und der Fundamentplatte.

Lassen Sie sich bei der Wahl von Experten beraten und wiegen Sie die Vor- und Nachteile genau ab. Mit der richtigen Grundlage können die weiteren Phasen auf dem Weg zu Ihrem Traumhaus erfolgen.

Phase 2: Der Rohbau

Steht das Fundament, kommt es zur 2. Phase beim Hausbau. Bei dieser werden wichtige Bauteile, wie die Grundmauern, aufgestellt. So nimmt Ihr Haus langsam Formen an und Sie können sich besser vorstellen, wie es später aussehen wird. Die Umrisse sowie die Aussparungen für Fenster und Türen werden ebenfalls sichtbar.

In den darauffolgenden Wochen kommen die Wände, Kamine und Geschossdecken hinzu und Ihr Bau schreitet weiter voran. Die Krönung dieser Phase stellt das Aufsetzen des Dachstuhls dar. Der erfolgreiche Abschluss dieses Bauprozesses wird mit einer sogenannten Firstfeier zelebriert.

Phase 3: Die Dacheindeckung

Im Anschluss an die Firstfeier geht es mit der 3. Phase Ihres Projektes weiter. Der nächste wichtige Schritt ist das Eindecken des Daches.

Vor allem in den letzten Jahren ist ein großer Zuwachs an Möglichkeiten zu erkennen, wenn es um die Wahl des eigenen Daches geht. Zwar gilt der klassische rote Dachziegel bis zum heutigen Tag als die mit Abstand beliebteste Variante, doch Sie sollten bei der Art der Deckung auf die Besonderheiten Ihres Hauses achten.

Vielleicht passen andere Materialien oder eine modernere Farbe besser zu Ihrem neuen Eigenheim. Besonders modern ist es ebenfalls, das Dach mit einer Wärmedämmung zu versehen.

So kann der Dachboden als zusätzlicher Raum verwendet werden, ohne dass es zu warm bzw. zu kalt ist. Ihr Haus wird insgesamt energieeffizienter.

Phase 4: Die Fassadenarbeiten

Auch in der nächsten Phase spielt die Isolierung des Hauses eine ganz entscheidende Rolle. In der 4. Bauphase finden die Fassadenarbeiten statt. Sie sollten darauf achten, dass qualitativ hochwertig gearbeitet wird, da Sie auf diese Weise im Winter viel Geld bei den Heizkosten einsparen können und es im Sommer nicht zu heiß im Inneren des Hauses wird.

Aus diesem Grund muss ausnahmslos bei allen Außenwänden eine gute Fassadendämmung angebracht werden.

Nun können Sie nahezu täglich dabei zusehen, wie Ihr Haus mehr und mehr Gestalt annimmt. In dieser 4. Bauphase beim Hausbau verwandeln sich die bis dahin rohen Außenwände in schöne, glatte Fassaden.

Die Malerarbeiten, die Ihrem Haus die gewünschte Farbe verleihen, finden ebenfalls in dieser Phase des Hausbaus statt. Wenn Sie Ihr Haus von außen sehen, wird es bereits den Eindruck erwecken, dass es komplett fertig ist. Das stimmt allerdings nicht ganz, denn es fehlt noch die 5. Phase des Bauprozesses.

Phase 5: Der Innenausbau

Nun beginnt die letzte und vielleicht sogar spannendste Phase Ihres Bauvorhabens, denn es geht darum, den Wohnraum zu gestalten. In dieser Zeitspanne sind viele wichtige Entscheidungen zu treffen, wie zum Beispiel die der richtigen Türen und Fenster. Wurden diese eingebaut, folgt die Verlegung aller wichtigen Leitungen im ganzen Haus.

Dazu gehören die Wasser-, Abwasser-, und Gasleitungen. Zudem werden Leitungen für Heizung und Elektrizität gelegt. Anschließend folgt der Einbau der nicht tragenden Wände, Treppen werden eingebaut, außerdem die Verkleidungen und Verblendungen. Anschließend erfolgt das Einsetzen der Verbindungstüren und der Innendämmung.

Der Boden wird mithilfe von Estrich aufbereitet, Fußböden können verlegt werden. Danach sorgen Fliesenleger, Installateure und Elektriker dafür, dass Ihr Traumhaus endlich bewohnbar ist und Sie einziehen können.

Fazit

Diese fünf Bauphasen beim Hausbau müssen ständig überwacht und sorgfältig kontrolliert werden. Denn irgendetwas kann immer schief gehen. Wenn Sie selber kein Bau-Experte sind, lassen Sie sich lieber von einem Profi helfen. Das kann Ihnen eine Menge Stress und Ärger ersparen.

Ja, ein Hausbau ist ein aufregendes und meistens auch anstrengendes Projekt. Für die ganze Familie. Doch es lohnt sich definitiv. Denn die Freiheit und Unabhängigkeit in einem eigenen Haus lässt sich mit nichts anderem vergleichen.